Bestände richtig versichern

Graffitischäden an Wohngebäuden

Graffiti an Fassaden ist in der Wohngebäudeversicherung nicht automatisch versichert. Viele Versicherer bieten einen Baustein für Graffitischäden an, meist mit Höchstbetrag je Schaden und Jahr sowie Selbstbehalt. Häufig ist eine Anzeige bei der Polizei Voraussetzung.

  • GrunddeckungNein
  • BausteinMit Höchstbetrag
  • VoraussetzungAnzeige
  • Lesezeit3 Minuten

Was die Grunddeckung nicht abdeckt

Die Wohngebäudeversicherung deckt Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Mutwillige Beschädigung durch Dritte gehört nicht dazu.

Die verbundene Wohngebäudeversicherung versichert benannte Gefahren. Graffiti ist keine davon. Es ist eine Sachbeschädigung durch Dritte und fällt damit in den Bereich von Vandalismus, der gesondert vereinbart werden muss. Einige Versicherer bieten Vandalismus nach einem Einbruch an, andere eigenständige Graffitibausteine.

In Städten ist das ein Kostenfaktor, der über die Jahre auffällt. Die Entfernung von Graffiti an einer Klinkerfassade erfordert je nach Untergrund spezielle Reinigungsverfahren, damit die Oberfläche nicht beschädigt wird. Bei Putzfassaden wird oft neu gestrichen, und der Farbton muss zur restlichen Fassade passen. Reicht die Fläche höher, kommen Gerüst oder Hubsteiger dazu.

  • Graffiti an Außenwänden, Türen und Garagen
  • Beschädigung von Klingelanlagen und Briefkästen
  • Folgekosten für Gerüst und Spezialreinigung

Wie der Baustein aufgebaut ist

Graffiti-Bausteine unterscheiden sich stark.

Graffitideckungen sind fast immer auf einen Jahreshöchstbetrag und einen Betrag je Schaden begrenzt. Häufig sind nur Flächen bis zu einer bestimmten Höhe versichert, weil höhere Stellen seltener betroffen sind. Ein Selbstbehalt je Schaden ist üblich.

Die meisten Bedingungen verlangen, dass jeder Schaden bei der Polizei angezeigt wird. Das Aktenzeichen gehört zur Schadenmeldung. Ohne Anzeige kann der Versicherer die Leistung verweigern. Für die Verwaltung bedeutet das einen festen Ablauf: Fotos, Anzeige, Angebot einer Fachfirma, Meldung.

Ob sich der Baustein rechnet, lässt sich nur mit den eigenen Zahlen beantworten. Liegen die meisten Schäden unter dem Selbstbehalt, zahlt der Eigentümer die Prämie, ohne je eine Leistung zu erhalten.

  • Höchstbetrag je Schaden und je Versicherungsjahr
  • Selbstbehalt, der kleine Schäden oft wirtschaftlich ausschließt
  • Beschränkung auf bestimmte Gebäudeteile, etwa bis zu einer Höhe
  • Pflicht zur Anzeige bei der Polizei

Wie man mit wiederholten Schäden umgeht

Schnell entfernte Graffiti ziehen weniger neue nach sich.

Aus der Praxis der Stadtreinigung ist bekannt: Graffiti, das schnell entfernt wird, lädt weniger zu neuen Schmierereien ein. Wer innerhalb weniger Tage reinigen lässt, senkt die Häufigkeit.

An besonders betroffenen Flächen kann eine Anti-Graffiti-Beschichtung helfen. Sie erleichtert die Reinigung und verringert die Kosten je Schaden. Ob sich das lohnt, zeigt ein Vergleich der Beschichtungskosten mit den bisherigen Entfernungskosten am Objekt. Dafür müssen diese Kosten je Objekt erfasst sein.

  • Entfernung innerhalb weniger Tage organisieren
  • Schutzbeschichtung an gefährdeten Flächen prüfen
  • Schäden und Kosten je Objekt erfassen, um den Baustein zu bewerten

Rechnen, ob sich der Baustein lohnt

Die Entscheidung für oder gegen einen Graffitibaustein lässt sich mit wenigen Zahlen treffen.

Man braucht die Schäden der letzten drei bis fünf Jahre je Objekt mit Kosten, die Prämie des Bausteins, den Selbstbehalt und die Höchstbeträge. Liegt die Mehrzahl der Schäden unter dem Selbstbehalt, bringt der Baustein wenig. Treten regelmäßig große Flächen auf, etwa an Brandwänden zur Straße, kann er sich schnell rechnen.

Bei größeren Beständen ist ein Wartungsvertrag mit einer Reinigungsfirma eine Alternative. Sie entfernt Graffiti zu festen Preisen und innerhalb kurzer Fristen. Die Kosten sind planbar und lassen sich als Betriebskosten prüfen.

  • Schadenkosten je Objekt über mehrere Jahre erfassen
  • Prämie, Selbstbehalt und Grenzen gegenrechnen
  • Wartungsvertrag als Alternative prüfen

Häufige Fragen

Lohnt sich der Baustein?

In Innenstadtlagen und bei Objekten mit großen, erreichbaren Fassadenflächen meist ja. Der Vergleich von Prämie, Höchstbetrag und Selbstbehalt mit den tatsächlichen Reinigungskosten entscheidet.

Wird eine Anti-Graffiti-Beschichtung berücksichtigt?

Das ist von Versicherer zu Versicherer verschieden. Sicher ist, dass sie die Kosten je Entfernung senkt.

Garantiert Field & Folio eine bestimmte Deckung oder Regulierung?

Nein. Deckung und Regulierung hängen immer vom konkreten Vertrag, den Bedingungen und dem Sachverhalt ab. Wir bereiten die Informationen auf, prüfen offene Punkte und begleiten die Klärung mit dem Versicherer.

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Quellen

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